Aufgelesen
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Anmerkungen zu Allem
19.11.02
Was man über Familie Wolf so alles liest. Völlig richtig: Der Menschen fressende Wolf gehört ins Reich der fabelhaften Märchen. Ich sage nur: Rotkäppchen - und denke ausnahmsweise einmal nicht an Sekt, sondern an – Ringelnatz! Und an die wunderbare Sammlung von Florian Diesch, aus der wir diese Version besonders empfehlen, weil Wölfe ja nur in Sachsen leben...

Aufgelesen von Ulrich um 13:04
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Was Familie Wolf so alles isst. Der Menschen fressende Wolf (canis lupus, wie der Lateiner sagt) gehört in das Reich der Fabeln, behauptet die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild und wählt ihn zum Tier des Jahres 2003. Wölfe gibt es hauptsächlich in Russland, aber auch in Sachsen und sonst nirgendwo in Deutschland. Das Rudel lebt und liebt in der Muskauer Heide auf einem Truppenübungsplatz [bitte den feinsinnigen Humor unserer Finanzbeamten beachten: das steht unter Immobilien!], wo es sich auch vom gelegentlichen Gefechtslärm nicht beeindrucken lässt.
Wenn der Wolf keine Menschen isst - wovon lebt er denn dann? Gerne von Schafen, aber unsere Lieblingszeitung behauptet, die gebe es in Sachsen nicht. Dafür holen sich die Wölfe Rehe, Schwarzwild, Damwild und vor allem Rotwild. Wenn die gerade aus sind, nötigenfalls auch Dachse, Füchse und Marderhunde oder Bisamratten sowie kleinere Säugetiere und Fische, Kriechtiere und selbst Obst und Früchte. Dann lesen wir noch, dass der Wolf den Rothirsch als Tier des Jahres ablöst. Wahrscheinlich hat er ihn gefressen.

Aufgelesen von Ulrich um 12:18
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18.11.02
Jeisa trägt ein kurzes Kleid mit Fransen aus Kristallsteinchen. Schreibt die Vogue zum Titel des neuen Heftes, das heute im Briefkatsen steckte (aber noch nicht im Internet zu sehen war: Das Inhaltsverzeichnis wird offensichtlich erst zum Kioskverkaufstag (Mittwoch) aktualisiert. Deswegen beschreibe ich mal, dass man von der 275 mm hefthohen Jeisa rund 190 mm Haare mit Kopf und nackter Schulter, 35 mm Ausschnitt und danach verschränkten Arm sieht. Dann hört das Heft auf, so dass wir gar nicht wissen, wie kurz das Kleid ist. Der sichtbare Hauch von Kleid ist allerdings von der Art wie ich noch nie im Büro eins gesehen habe. Aufregend.

Aufgelesen von Ulrich um 18:24
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Der feine Unterschied. Als am vergangenen Donnerstag die Dresden Werbung und Tourismus GmbH Wissenschaftler der TU Dresden einlud, um ihnen die Vorzüge der Stadt zu preisen, tat sie es in er Gläsernen Manufaktur von VW und beköstigte die rund 200 Gäste im Lesage - dem Restaurant, das wir eigentlich ganz gut finden. Hier durften wir den Unterschied zwischen a la carte und Catering eindrucksvoll mit erleben: Tatar von Tunfisch hatte uns im Mai in der Machart von Chefkoch Thorsten Bubolz mehr begeistert, und auch das Zweierlei der Vierländer Ente war irgendwie einerlei. Uninspiriert ist das Modewort für das, was wir erlebten - mal sehen, wie der Bubolz kocht, wenn das Thema nicht "Profession trifft Vison" lautet, sondern ganz normaler Alltag im Lesage ist.

Aufgelesen von Ulrich um 16:54
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17.11.02
Bild am Sonntag. Seltenheitswert hat diese Aufnahme in mehrfacher Hinsicht: Das Bild entstand am 10. August 2002 - dem Wochenende vor der verheerenden Flut. Aufgenommen wurde es vom Dach der Frauenkirche - die Reportage über diesen aufregenden Besuch muss noch geschrieben werden, denn in den darauf folgenden Tagen hatten wir unverhergesehen Anderes im Sinn. Mittlerweile ist Dresden wieder so trocken wie auf diesem Bild, das zwar rechts eine Elbe mit hohem Wasserstand zeigt, aber eben nur hoch, nicht bedrohlich. Man sieht ansonsten vorne links im Vordergrund das Verkehrsmuseum im Johanneum, dahinter Stallhof und Schloss mit Hausmannturm. Der Fürstenzug wirft leider wie immer einen Schatten auf sich selbst und das 102 Meter lange Porzellanbild – so ist das, wenn man Nordwände (hier die vom Langen Gang am Stallhof) verschönert. Hinter dem Fürstenzug die Hofkirche, die größte katholische Kirche Sachsens.
Dresden von der Frauenkirche elbabwärts gesehen, 10.8.2002. Bild: UVS
Dresden von der Frauenkirche elbabwärts gesehen, 10.8.2002. Bild: UVS

Aufgelesen von Ulrich um 12:07
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16.11.02
Spaghetti of the week. Wer Fleisch mag, wird eine Sauce Bolognese nicht vom Nudelteller schubsen. Schon die traditionelle Machart schmeckt – aber was spricht gegen eine feine Variante? Genau: Nichts!
Für einen Vierertisch müssen drei Zwiebeln und zwei Knoblauchzehen (unter der Woche) oder vier Knoblauchzehen (am Wochenende) ihre Schalen lassen. Anschließend kommt das scharfe Messer ran: Dünne Scheiben aus dem Knoblauch (nein, bei uns kommen sie nicht durch die Presse – wir haben Pressefreiheit!) und kleine Würfel aus den Zwiebeln schneiden.
In bestem jungfräulichen toscanischen Olivenöl werden Zwiebeln und Knoblauch angedünstet. 250 g Gehacktes (bevorzugt: halb und halb) hinzugeben und unter ständigem Rühren mit dem Holzlöffel (Holz hilft beim Emulgieren des Öls!) anbruzzeln.
Eine große oder zwei mittlere Möhren (Wurzeln, rot) mit dem Sparschäler rundum cleanen und in kleine Würfel geschnitten zur bisherigen Bolognesegrundlage geben. Rühren – wie immer. Wenn’s brenzlig wird, löschen: Mit etwa 0,2 l passierten Tomaten. Wenn noch Zeit ist, schon jetzt das Geheimnis der Sauce hinzu geben: Ingwer. Und zwar ein etwa drei mal drei Zentimeter großes Stück, in hauchdünne Streifen oder die allseits beliebten Würfel mit 5 mm Kantenlänge geschnitten. Sollten die passierten Tomaten schon im Topf sein, folgt der Ingwer eben dann: Es geht so oder so.
Nun die Gewürzmelange. Es gibt eine recht würzige Fertigmischung “All’ Arrabbiata”: Davon reichlich. Und reichlich Oregano, wenn’s beliebt. Und sollte es die Gewürzmischung nicht geben, dann bitte selber mischen: Peperoni liefert die Schärfe, Kräuter der Provence die Würze. Auf jeden Fall müssen Kräutermischer und Kräutermischungskäufer dann noch ein wenig Selleriesalz und weißen Pfeffer hinzu fügen. Und dann? Rühren!
Die Farbe der Sauce ist noch zu unentschieden, die Sauce zu dünn. Wie praktisch ist da ein Doppelpack doppelt konzentriertes Tomatenmark! Es färbt natürlich rot, es dickt sympathisch und gibt Geschmack vom Intensivsten.
So. Fertig. Fertig? Nein, denn auf kleiner Flamme muss die Sauce noch mindestens dreißig Minuten köcheln, besser sogar eine Stunde: Die Geschmäcker vermischen sich aufs Allerfeinste, und das ist auch gut so.
Abgesehen davon, dass diese Sauce auch so schmeckt, kann man dazu Nudeln kochen. Wir nehmen pro Person 100 g Spaghetti, andere mehr: So viel Freiheit muss sein, das selbst zu entscheiden.
Und dann:
Parmesan reiben - reichlich! Und servieren, und genießen. Und lecker!


Aufgelesen von Ulrich um 19:06
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Typisch Dresden. Man muss diese Stadt schon sehr lieben, um sie zu verstehen. Da tönen einerseits in vollkommener Missachtung aller Welt drumherum die Offiziellen: Dresden wird die Weihnachtshauptstadt schlechthin. Also wenigstens die Deutschlands, vielleicht sogar Europas, und dann sowieso der ganzen Welt. Andererseits steht den Händlern des traditionellen Stiezelmarktes der Sinn gerade nach Streik. jawohl: Streik. Sie wollen am liebsten den Eröffnungstag die Buden zu halten, schrieben neulich die Dresdner Neueste Nachrichten. Ei verbibbsch, wie das? Naja, bislang wird der Markt vom städtischen Marktamt veranstaltet, in Zukunft soll die Dresden Werbung und Tourismus GmbH das machen. Ich habe nicht so ganz verstanden, was sich für die Beschicker des Striezelmarktes ändert? Aber vielleicht bedeutet das ja, dass nun neu geschmiert werden muss, damit man in die Auswahl kommt - weiß ich nicht, aber warum klammern sie sich sonst so an den alten Betreibern fest? 233 von 430 Bewerbern in diesem Jahr bekamen nur einen Stand, da lohnt sich ein wenig Geneigtheit sicher.
Offiziell eröffnet (ich gehe mal davon aus: Ohne Streik) wird der 568. Striezelmarkt am 25. November, dann ist jeweils von Sonntag bis zum Donnerstag von 10 bis 20 Uhr und am Freitag und Samstag von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Am 24. Dezember 2002 gibt es von 10 bis 14 Uhr noch eine Möglichkeit zum Besuch: So viel Striezelmarkt gab es noch nie - auch eine Flutfolge, denn man will den Händlern mehr Umsatz gönnen (den sie in der tat nötig haben).
Der Striezelmarkt ist zwar alt, aber auch sehr voll: Busseweise werden Touris aus der ganzen Republik angekarrt, für die Wochenenden haben wir uns deswegen Innenstadtverbot auferlegt. und an den anderen Tagen ist das Stallhöfische Adventsspektakel im Stallhof am Schloss (28.11.-22.12.) sowieso romantischer...


Aufgelesen von Ulrich um 19:05
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15.11.02
Der Freitags-Tucho. Wer vor wenigen Wochen die SPD gewählt hat, weil er sie für das geringere Übel hielt, kommt derzeit aus dem Wundern nicht heraus. Es gibt nur zwei Dinge, die trösten: Die Vorstellung, dass es anders auch nicht besser geworden wäre - und dass das, was wir erleben, alles schon mal dagewesen ist.

Der Staatshaushalt

Das Gehalt eines Lokomotivführers ist nicht groß - der Staat vertröstet den Mann mit der 'Pension', die ihm seinen Lebensabend schon versüßen werde. Diese
Pension ist meist gering.
Wohlhabende Männer aber, die als Minister ein Gastspiel in der Politik geben, das sich hinterher meist als recht rentabel erweist, bekommen folgende Pensionen:
Dr. Georg Michaelis, jener Reichskanzler, der im Jahre 1917 seine vollendete Unfähigkeit erwies: 27600 Mark jährlich.
Dr. Wilhelm Cuno, der als Beamter die Entschädigungsverhandlungen mit den großen Schiffahrtsgesellschaften zu führen hatte und der dann - wie der Zufall spielt! - der Direktor einer solchen Gesellschaft wurde; als Reichskanzler für die Inflation deshalb nicht verantwortlich, weil man ihn für nichts verantwortlich machen kann: etwa 19000 Mark.
Gottlieb von Jagow; ganz recht, jener, der die Neugierigen warnte und später einen Hochverratsversuch machte: etwa 24000 Mark;
Dr. Lewald, ein früherer Staatssekretär von großen, hierorts nicht bekannten Verdiensten: etwa 17000 Mark;
von Tirpitz; der Alte im Barte; der Mann, der den Reichstag jahrelang hintergangen hat, um den Bau einer Flotte durchzudrücken, die im Kriege nichts genützt und nichts geschafft hat - also überflüssig gewesen ist: rund 25000 Mark. (Ihrem lieben Tirpitz: die dankbare Republik.)
Nun darf man bei Betrachtung solcher Ziffern nicht vergessen:
Dieser Staat, der solche wahnwitzigen Summen - über 23 Millionen - jährlich auszahlt, ist schwer verschuldet; stand bereits einmal vor dem Nichts, belastet seine arbeitenden Steuerzahler schwer, um diese da zu mästen.
Freilich: auch diese Pensionisten arbeiten fleißig. Ein großer Teil dieser Männer ist noch recht rüstig; hat gut bezahlte Stellungen in der Industrie, die sich niemals mit ihnen befaßte, hätten sie nicht den Titel - so daß also die frühere Staatsstellung sich schon auf diesem Wege bezahlt macht: die Republik zahlt immer weiter. Sie zahlt:
den früheren deutschen Kriegsministern nach ihrer verderblichen und dem Lande schädlichen Tätigkeit noch heute pro Mann und Nase: 25000 Mark;
sie zahlt Herrn Gustav Bauer: 11000 Mark;
sie zahlt Herrn Hermes (Mosel): 11000 Mark;
sie zahlt Herrn Emminger, der die deutschen Schwurgerichte vernichtet hat: 19000 Mark;
sie zahlt - sie zahlt - sie zahlt - und sie wird immer weiter zahlen, weil sich die Bezahlten ihre Gesetze selber machen; weil die Arbeiter und die Angestellten nicht wissen, was mit ihnen getrieben wird, und weil der Staat im Leben der Heutigen das darstellt, was die Religion im Leben der Urgroßeltern gewesen ist: eine dunkle, mysteriöse, aber auf alle Fälle anzubetende Sache.

Kurt Tucholsky. Aus: Deutschland, Deutschland. 1929. (c) Rowohlt Verlag


Aufgelesen von Ulrich um 10:58
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13.11.02
Wozu sind Katastrophen da? "Die Flut entlang der Elbe zerstörte im vergangenen Sommer Menschenleben, Gebäude, Straßen und Existenzen. Doch sie war auch Anlass für ein überwältigendes Netzwerk der Hilfe. Jetzt arbeiten die Beteiligten daran, dass es nicht mit dem Wasser verschwindet."
[Peter Lau in
brand eins, dem immer wieder lesenswerten Magazin]

Aufgelesen von Ulrich um 19:39
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Und - was gibt's sonst Neues? Wissenschaftler vom Institute of Preventive Medicine in Kopenhagen haben in den siebziger Jahren 1709 Menschen bezüglich ihres Trinkverhaltens befragt und 15 Jahre später auf ihre kognitiven Fähigkeiten hin untersucht. Menschen, die gelegentlich Wein tranken, waren demnach weniger anfällig, eine Demenz wie die Alzheimer'sche Erkrankung zu entwickeln. Die Forscher vermuten, dass die im Wein vorhandenen Flavonoide für die schützende Wirkung verantwortlich sind, vermeldet wissenschaft online unter Bezug auf Neurology 59: 1313-1319 (2002).

Aufgelesen von Ulrich um 08:39
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12.11.02
Rückwärts, und schnell vergessen! Es war einmal eine arme Stadt, die hat in diesen schweren Zeiten – und, liebe Leserinnen und Leser, ich weiß wovon ich schreibe, wenn ich diese Zeiten schwer nenne, denn sie sind auch an mir, einem von der Flut nicht direkt Betroffenen, aber in dritter Linie doch von ihr, weil die Kunden zum Teil direkt abgesoffen sind oder wenigstens früher von Leuten gelebt haben, die es dann im August waren und denen es deswegen nicht mehr so gut geht, abhängig bin oder genauer: gewesen bin, sozusagen Mitgenommenen, nicht vorüber gegangen - in diesen wie gesagt schweren Zeiten hat die Stadt Dresden mit dem Oberbürgermeisterdarsteller Ideen, die einem den kalten Schauer über den Rücken laufen lassen. Nein, hier geht es nicht um Schließung von Kindergartenplätzen, auch nicht um Kürzungen im Kulturbereich - es geht vielmehr um das Wohl der Anwohner, die sich schämen müssen - ja: schämen müssen - in Straßen zu leben, die nach Leuten wie Bertolt Brecht benannt sind oder in der Rudolf-Leonhard-Straße. Brecht dürfte bekannt sein: Ein notorischer Linker, genau. Und Leonhard in Nichts besser, ich meine: umfeldmäßig, denn auf Basis des Geschriebenen wollen wir die Beiden nicht vergleichen. Aber der Leonhard Rudolf war ein Anhänger Liebknechts, entnehme ich der Zeitung, und soll in der Weltbühne publiziert haben. Die war ja ganz schlimm, da haben ja auch Siegfried Jacobsohn und Kurt Tucholsky und Carl von Ossietzky gearbeitet, also mit rechten Dingen kann es da nicht zugegangen sein. Und der Weltbühne-Nachfolger, den die DDR sich leistete, hatte sein Büro sogar in der Karl-Liebknecht-Straße! Überhaupt Liebknecht! Und Karl Marx! Die braucht doch eine Stadt wie Dresden nicht zu verewigen! Also: Weg mit den Namen aus der Stadt und die Straßen umbenannt! Unverdächtige Personen wie der preußische General Finck oder der Herr von Carlowitz beziehungsweise so wesenstypische Bezeichnungen wie “Breiter Weg” oder “Flughafenstraße” sollen nach dem Willen der CDU die alten Namen ersetzen. “Politische Beweggründe”, schreibt die Zeitung, “weist die CDU von sich.” Ihr Sprecher Jürgen Eckhold hat übrigens schon von der ersten städtischen Säuberungswelle profitiert und gibt an froh zu sein, nicht mehr am Otto-Grotewohl-Platz leben und sich für seine Adresse schämen zu müssen.

Aufgelesen von Ulrich um 14:12
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11.11.02
Armes Dresden. Unser Lieblings-Weiterbildungsorgan für umfassenden Genuss hat uns heute zum Frühstück wieder einmal in Härte klar gemacht, dass es viele Orte in Deutschland gibt, wo man genussvoll leben kann. Dresden gehört nicht dazu. Dem aktuellen Heft lag ein Einkaufsführer mit 400 guten Adressen bei, vier davon (immerhin) auch zu Dresden. Aber was für welche: Drei Bäcker, von denen zwei ihres Stollens wegen gerühmt werden (und den wahren Meister verschwiegen: Bei uns gibt es nur selbst gemachten oder den von Bäckerei Grundmann. Das vierte genannte Geschäft ist ein zwar sehr hübscher, aber für einkaufswillige Dresdner nicht sehr genussvoller Käseladen: Während man den Einkauf für das Wochenende zu tätigen gewillt ist, kann durchaus Folgendes passieren: Ein Bus hält vor der Tür, dann noch einer, und hundert Leute stürmen herein, wollen Milch aus der Kanne ("aber gerne!”), Käse zum Sofortverzehr ("aber gerne!”), ein Foto machen ("Hören Sie sofort auf, Fotografieren ist hier verboten!”). Nein, das ist nicht gemütlich (preiswert übrigens auch nicht). Bis zur Flut haben wir unseren Käse immer bei Karstadt gekauft, die Lebensmittelabteilung war insgesamt sehr gut. Nun ist sie abgesoffen, soll aber (noch schöner, hört man) neu erstehen - im zweiten Haus der Kette, gleich gegenüber. Wenn das soweit ist, werden wir es testen und ggf. dem Feinschmecker empfehlen - denn auch Dresdner leben nicht nur vom Stollen!
PS: Nein, wir ziehen nicht um, auch wenn beispielsweise für München 21 Einträge – Metzger, Obst, Gemüse, Käse, Bäcker, Wild, Fisch, Kaffee – zu finden sind und für Hamburg gar 28.

Aufgelesen von Ulrich um 13:31
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9.11.02
Spaghetti of the week. Am Anfang war die Unentschiedenheit: Heute, schlug die beste Gemüseschnipselhilfe vor, sei ihr nach Spaghetti nur mit Koblauch und Nudeln. In Fachkreisen, beim Italiener und in Rezeptbüchern kennt man das: Aglio e Olio.
Also machte ich mich dran, Knofel zu pellen: Pro Person eine, also heute zwei Zehen (nicht zu kleine, sonst drei!). Während in allerlei Quellen die Knoblauchzehen durch die Presse gejagt werden, bevorzuge ich es, sie in hauchdünne Scheiben zu schneiden. Ebenfalls liebe ich es, abweichend vom puritanischen Ursprungsrezept, ein oder zwei Schalotten in sehr kleine Würfel zu schneiden und mit zur Sauce zu geben.
Schälen, schälen, schälen - schneiden, schneiden, schneiden.
Reichlich gutes Olivenöl (bitte: bei diesem Gericht italienisches, vielleicht aus der Toscana?) in einem Topf langsam erwärmen, um dann darin Knoblauch und Schalotte unter ständigem Rühren zu dünsten.
Die Spaghetti (pro Person 100 Gramm) kamen soeben ins ausreichend bemessene kochend heiße und gesalzene Wasser, als die Meine eine spontane Veränderung des Geschmacks ankündigte: Ihr sei doch nach Tomatensauce.
Voila: Eine Möhre putzen und in klitzekleine Würfel schneiden. Etwas Zucker in die bisherige aglio e olio geben, Möhrenwürfel hinzu geben, rühren. Eine Dose Tomatenmark öffnen und den Inhalt zur Sauce geben, mit Wasser (wenn es sich ergibt: halb Wasser, halb Rotwein) auffüllen. Oregano (nicht zu viel), Basilikum (ein wenig, möglichst frisch), Pfeffer (weißer) und Salz hinzufügen. Rühren, köcheln lassen.
Parmesan reiben - reichlich! Und servieren, und genießen. Und lecker!


Aufgelesen von Ulrich um 15:01
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Zur Sache, Schätzchen. Der erste Satz: "Draußen auf Feld und Flur ist der rüstige Rentner eine eher harmlose Erscheinung."
Der letzte Satz: "Es wird böse enden."
Und dazwischen
zieht Willi Winkler über den lieben rüstigen Rentner her: "Deshalb frequentiert er vorzugsweise in der Mittagszeit überlastete Postämter, besetzt abends immer schon die letzten Plätze im Restaurant und rottet sich am Samstag an der Supermarktkasse zusammen, wo er mit Vorliebe unerbetene Ratschläge zur Kindererziehung feilbietet."
Ach ja, übrigens: Wer selbst auf dem besten Weg zum Rentnerdasein ist, erinnert sich natürlich gerne an den Satz, dass es böse enden werde: Er stammt aus dem Kultfilm "Zur Sache Schätzchen" mit Uschi Glas als Schätzchen und Werner Enke als "nur ‘n bisschen fummeln"-Martin. Regie führte May Spills.

Aufgelesen von Ulrich um 14:56
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Vorteil: Print. In der Wochenendbeilage der Printausgabe unserer Lieblingszeitung gibt es einen Beitrag "An Sie, unsere lieben Leserinnen". Da fühlt man(n) sich natürlich sofort angesprochen und freut sich, die Anzeige für das neue Yves-Saint-Laurent-Parfüm M7 zu erblicken. Das Motiv sei bislang nur in der französischen Ausgabe der Vogue erschienen, schreibt die Redaktion und beteuert, dass die (derzeit unter Anzeigenverlust leidende) deutsche Journaille "ersten derart frontal aufgenommenen nackten Mann in der Werbung" auch gerne mal "drücken, ähem, drucken" würde.

Aufgelesen von Ulrich um 14:52
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8.11.02
Dresdens Mitte in der Diskussion. Seit nunmehr über einem Jahr stagniert die Entwicklung in Dresden unter dem neuen Oberbürgermeister Roßberg. Neben Streichungen in vielen Bereichen droht die Schließung der Staatsoperette Dresden, dem einzigen Operettentheater in Deutschland.
Investoren aber stehen Schlange, um im Stadtzentrum eine neue Operette für die Stadt Dresden zu bauen oder den Umzug der Philharmonie in einen würdigen und klingenden Konzertsaal zu bewerkstelligen.
Einer dieser Investoren hat für den Um- und Neubau des Kulturpalastes den bedeutenden Berliner Architekten Hans Kollhoff (Hochschullehrer an der ETH Zürich) gewonnen. Zur Vorstellung und zur Diskussion dieser Pläne findet am 11.11.2002 von 19 bis 21 Uhr ein Live-Chat statt.

Aufgelesen von Ulrich um 15:28
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Der Freitags-Tucho. Kurt Tucholsky hat sich mehrfach mit Nachrufen beschäftigt - auch über seinen eigenen...

Mein Nachruf
                                              Auf eine Rundfrage

Wie mein Nachruf aussehen soll, weiß ich nicht. Ich
weiß nur, wie er aussehen wird. Er wird aus einer
Silbe bestehen.
Pappa und Mamma sitzen am abgegessenen
Abendbrottisch und vertreiben sich ihre Ehe mit Zei-
tungslektüre. Da hebt Er plötzlich, durch ein Bild von
Dolbin erschreckt, den Kopf und sagt: »Denk mal, der
Theobald Tiger ist gestorben!« Und dann wird Sie
meinen Nachruf sprechen. Sie sagt:
            »Ach -!«

(Kurt Tucholsky, Die Literarische Welt, 15.04.1927, Nr. 15, S. 3) (c)Rowohlt Verlag)


Aufgelesen von Ulrich um 08:37
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Rudolf Augstein. Nachrufe und hintergründige Beiträge zum Tod von Rudolf Augstein bringt meine Lieblingszeitung gleich an mehreren Stellen. Sehr lesenswert ein kleiner Text von Rudolf Augstein, geschrieben am 11. Oktober 1950: "Bis dahin werden wir recht und schlecht unsere Zeitung machen wie die Politiker ihre Politik. Auch ein Interim hat nichts klägliches, wenn man sich klar ist, daß man den Stein der Weisen nicht in Erbpacht besitzt."

Aufgelesen von Ulrich um 08:02
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7.11.02
Das Internet nicht verstanden. Es ist unglaublich, wie viele Firmen immer noch nicht wissen, was sie vom Internet haben (könnten). Der Anlass für diese Geschichte ist eher ein trauriger - der gestrige Flugzeugabsturz in Luxemburg. Doch die Handlung spielt sozusagen neben der Absturzstelle...
Da wohnt und arbeitet in Dresden jemand, der in Luxemburg zu Hause ist und als eBusiness Consultant was von der Materie Internet versteht. Nach dem Unglück stellt er fest, dass die Seiten von RTL Luxemburg hoffnungslos überlastet sind (naja, eigentlich ist es der Server...) und bietet Hilfe an: Er spiegelt die Seiten bei sich, informiert den Webmaster und bittet um das OK.
Statt sich zu freuen, dass die Last Aufrufe nun verteilt ist, erfolgt eine schnelle Antwort: "We are not interested in any mirroring of our site. We ask you hereby to stop this procedure immediately!"
Verständnislos nimmt Martin Röll die gespiegelten Seiten wieder vom Netz - und schreibt auch darüber in seinem Weblog. Oh, das ist aber frech: prompt kommt Post aus Luxemburg: "This email was sent to YOU privately and is not intended to be put online!" Weil er keine Lust auf Streit hatte, nahm Martin auch diesen Text aus dem Netz.
Und was lernt uns das, wie mein alter Kumpel Michael es zu formulieren pflegte: Erstens haben sie nichts verstanden und zweitens erteilen sie privat dienstliche Anweisungen, die kein anderer versteht. Nur: wenn die Mail privat war, dann hätte der Text vielleicht gar nicht...

Aufgelesen von Ulrich um 16:23
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Rudolf Augstein ist tot. Mehr steht natürlich im Spiegel. Man muß Rudolf Augstein nicht gemocht haben, um anzuerkennen, daß er einer der einfußreichsten (und auch einer der wenigen) Leute war, die die damals junge BRD auf den Weg vom Obrigkeitsstaat zur Demokratie »geschubst« haben. Ich bin traurig.
[gelesen im Schockwellenreiter - und er hat Recht, wie (fast) immer]

Aufgelesen von Ulrich um 16:11
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4.11.02
In die Jahre gekommen (Forts.) Ist das schon eine Kampagne oder setzt sich nur die Wahrheit durch? Auf der Medienseite der gleichen Zeitung, die Marius Müler Westernhagen Stillstand vorwirft, endet ein Beitrag über Inge Meisel und die SKL-Show so: "Für zwei kurze Momente wehte dann doch noch ein Hauch Inge durch die Show. Einmal war es der Rockmusiker Jack Bruce, der ein bisschen so aussah, als trage er eine Meysel-Maske, und ein anderes Mal glaubte man, einen Ausschnitt aus Die Unverbesserlichen zu hören, just jene Szene, in der Inge Meysel so wunderbar klagend „Mutter“ seufzt.
Das war nur eine akustische Täuschung, denn auf der Bühne stand Marius Müller-Westernhagen. Immerhin der beste Beleg dafür, dass RTL auch Platz für ältere Menschen hat."

Aufgelesen von Ulrich um 14:18
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In die Jahre gekommen. "Ein Rocker, der seit 25 Jahren exakt vor demselben Problem steht, der exakt an derselben Front kämpft und dabei offenbar keinen einzigen Zentimeter weitergekommen ist – ist das nicht das Traurigste, was es gibt?" Fragt sich die Süddeutsche Zeitung in einem Beitrag mit der schönen Schlagzeile "Ich war eine Steckdose" über Westernhagen. Der Text steht im Feuileton, hätte aber auch auf der Nachdenken-über-Politik-Seite platziert werden können, wie der Vergleich mit Schröder zeigt: "Beide haben, über Scheidungen, Rückschläge, Höhenflüge, Abstürze hinweg, daran festgehalten. Beide sind, nach einer halben Ewigkeit, durch große Beharrungskünste, auf dem Höhepunkt des Erreichbaren angekommen. Und nun? Nun ist geradezu verzweifelt klar, dass neue Ideen her müssen, radikale Veränderung, frischer Wind, frischer Beat, eine Revolution." Das Problem ist nur: In der Musik haben wir wenigstens noch Grönemeyer.

Aufgelesen von Ulrich um 14:12
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3.11.02
Bild am Sonntag. Das historische Zentrum Dresdens mit der Hofkirche, dem Schloss (man sieht links neben der Hofkirche den Hausmannturm) und - natürlich - der Elbe mit der Augustusbrücke übt nicht nur auf jährlich etwa sieben Millionen Touristen besonderen Reiz aus: Auch die Dresdner lieben ihre Stadt und hätten sie am liebsten so wie zu Zeiten August des Starken...
Dresden mit Hofkirche, Schloss, Augustusbrücke; 22.8.2001. Bild: UVS
Dresden mit Hofkirche, Schloss und Augustusbrücke, 22.8.2001. Bild: UVS

Aufgelesen von Ulrich um 15:48
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Dresdner waren schon immer so. Geahnt haben wir es schon immer, nun ist es auch erforscht: Die Dresdner haben ein besonders enges Verhältnis zu ihrer Stadt. Dresdner im Sinne dieser Untersuchung (und auch der von uns unwissenschaftlich fetsgestellten Erfahrung) sind auch zugereiste Neu-Dresdner, die - irgendwann mal wieder aus Dresden verschwunden, weil das Jobkarussel es so wollte - meist zu Wochenenden zurück kommen, um zu schauen, ob noch alles in Ordnung sei... Das immer noch vorhandene Trauma der Zerstörung würde sich beispielsweise an der Sorge um das Stadtbild bemerkbar machen: "Die Dresdner wünschen sich das Alte zurück. Dresden soll wieder schön sein.“ Allerdings kann die Zerstörung von 1945 allein nicht daran Schuld sein, denn die Wissenschaftlerin fand heraus, dass fast alle heute genannten Punkte bereits Ende des 18. Jahrhunderts das Verständnis der Dresdner von ihrer Stadt prägten. Die Dresdner waren halt schon immer so - und werden es wohl auch bleiben...
[Info von Birgit (mündlich) und Martin (per Mail)]

Aufgelesen von Ulrich um 15:12
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1.11.02
Der Freitags-Tucho. Wer sich ein Bild von Kurt Tucholsky ansieht, der merkt ihm den Genussmenschen an. Schön, wenn man nicht allein ist. Schade, dass Tucho noch keine Magic Soup kannte - dann hätt er sicher drüber geschrieben. Aber der Traum von der großen Lange ist ja auch ganz nett: Ssälawih!

Ideal und Wirklichkeit

In stiller Nacht und monogamen Betten
denkst du dir aus, was dir am Leben fehlt.
Die Nerven knistern. Wenn wir das doch hätten,
was uns, weil es nicht da ist, leise quält.
Du präparierst dir im Gedankengange das,
was du willst - und nachher kriegst dus nie . . .
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke -
C'est la vie -!

Sie muß sich wie in einem Kugellager
in ihren Hüften biegen, groß und blond.
Ein Pfund zu wenig - und sie wäre mager,
wer je in diesen Haaren sich gesonnt . . .
Nachher erliegst du dem verfluchten Hange,
der Eile und der Phantasie.
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke -
Ssälawih -!

Man möchte eine helle Pfeife kaufen
und kauft die dunkle - andere sind nicht da.
Man möchte jeden Morgen dauerlaufen
und tut es nicht. Beinah . . . beinah . . .
Wir dachten unter kaiserlichem Zwange
an eine Republik . . . und nun ists die!
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke -
Ssälawih -!

Theobald Tiger, Die Weltbühne, 05.11.1929, Nr. 45, S. 710,
wieder in: Lerne Lachen. (c) Rowohlt Verlag]



Aufgelesen von Ulrich um 21:41
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31.10.02
Treffen in Dresden. Sie ist fi und Er ist sh. Zusammen sind sie nicht nur freitags fish. Neulich waren sie in Dresden, und jetzt kann die ganze Welt es nachlesen. Was uns daran gefällt (außer dass wir uns kennen gelernt haben): Sie sind nach Dresden gekommen, weil diese Stadt (und viele andere im August geflutete) jetzt Touristen braucht.
Thanks for all that, fish!

Aufgelesen von Ulrich um 17:04
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30.10.02
Ende der Radsaison. "No sports!" pflegte Churchill zu sagen, und wenigstens das machte ihn symphatisch. Besser is...
...wie für den Teilbereich Radfahren jetzt Wissenschaftler der Uni Köln heraus gefunden haben: "Radfahren kann zu Erektionsproblemen führen", meldet
Wissenschaft Online und vertröstet umweltbewusste Rendezvous-Herren mit dem Hinweis darauf, dass die Annäherung auf einem Rad mit Damensattel die Chancen auf schnellere Wieder-Verfügbarkeit erhöhe.
[Update] Ich merke gerade, dass die Kollegen von Wissenschaft online olle Kamelle verbreiten: Ulf Hoffmann hatte die Story schon vor mehr als einem Jahr vermeldet...

Aufgelesen von Ulrich um 10:49
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Abnehmen mit Kohl. Die Tatsache, dass gutes und häufiges Essen zu einem Zuwachs führt, von dem Börsianer nur träumen können, beschäftigt mich schon seit einigen Jahren. Immer wenn mein Körper sich wie die Erde verhält (die, falls sich das noch nicht herum gesprochen haben sollte, ja auch einen Bauch bekommt, wie man im August lesen konnte), werde ich nachdenklich. Im Frühjahr führt dieses Nachdenken regelmäßig zu einer Fastenwoche - und nun ist es die Kohlsuppendiät, die dem Trend zum Barocken Einhalt gebieten soll.
In den Sommerferien hatte die ganze Family es schon einmal versucht – mit abschreckendem Ergebnis: Kopfschmerzen, Durchfall und eine Gewichtszunahme nach drei Tagen von bis zu einem Kilo führten zum Abbruch der Aktion.
Nun also ein zweiter Anlauf, wieder mit der Suppe, die mal Souper Soup heißt, mal als “Magic Soup” von Freund zu Freundin weiter gereicht wird und mal als Geheimnis der Kohlsuppe gepriesen wird. Wir haben nämlich, wie uns Freunde sagten, das alles zu verbissen gesehen. Jörg (fünf Kilo in einer Woche futsch) hatte beispielsweise abends auch mal ein Glas Wein getrunken – und schon sei es ihm wieder besser gegangen, sagte er.
Und siehe da: Locker geht’s besser (auch wenn statt Rotwein derzeit noch Yogi-Tee auf dem Plan steht).
Das Suppenrezept der Wahl haben wir nicht von Lillie, sondern von Eckart Witzigmann. Wie, Witzigmann? Macht der jetzt auch in Souper-Soup? Naja, für Geld machen die Herren Superköche vielleicht nicht alles, aber viel. Und es schmeckt erstaunlich gut (zumindest am ersten Tag - mal sehen, wie es am Ende der auf sieben Tage angelegten Abspeckmaßnahme aussieht).

Aufgelesen von Ulrich um 07:51
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Überdosis Halitosis Es ist wie beim Flokati - nur wer hat schon noch einen Flokati? Halitosis hingegen haben viele, auch wenn sie sich dessen nicht bewusst sind und den Begriff gar nicht kennen. Es geht um Mundgeruch, über den die Süddeutsche Zeitung ausführlich berichtet. Wir lernen die Hauptgestanksverursacher (und woran sie uns erinnern):
Schwefelwasserstoff (faule Eier)
Methylmercaptan und Skatol (Fäkalien)
Cadaverin (Leichen)
Putrescin (faulendes Fleisch)
Isovalerinsäure (Schweißfüße)
“Wer einen solchen Stoffmix ausatmet, wird leicht einsam,” kommentiert die Zeitung lakonisch - und bekommt selbst nichts mit:
„Unser Geruchssinn ist perfekt, Neues zu erkennen“, erklärt Martin Wiesmann, Geruchsforscher an der Universitätsklinik Lübeck. „Deshalb unterdrückt er alles, was er schon kennt, auch den eigenen Geruch.“

Aufgelesen von Ulrich um 07:50
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29.10.02
Wider die Verdummung “Wenn er fürchtet, eine Seite nicht mehr verlassen zu können, wird Seine Majestät, der Surfer, die Seite gar nicht erst betreten”, kommentiert Christopher Schrader in der Süddeutschen Zeitung die zunehmende Unart, Surfern die freie Sicht auf Gewünschtes zu vermiesen - mit Lock-ins, Anzeigen-Popu-ups und derlei Schnickschnack. Nur: Warum zählt er bei der Aufzählung der “besten Adressen” auch die von t-online auf?

Aufgelesen von Ulrich um 19:45
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27.10.02
Winterzeit. Zweimal im Jahr ticken die Uhren nicht richtig - und ich verstehe nie, was sich denn nun wirklich ändert. OK: Ab heute ist Winterzeit, da müssen nach dem Aufwachen die Uhren eine Stunde - ja was denn?
“Zurück gestellt werden!” sagt
BS, die als Frau natürlich alles verstanden hat und überhaupt nicht nachvollziehen kann, warum ich mich zwei Mal im Jahr so anstelle.
Gut, sage ich, zurück, und stelle fest, dass diese überall herum stehenden Bad-, Küchen- und Schlafzimmerradiowecker immer nur positiv denkend vorwärts denken und also nicht eine Stunde zurück, sondern 23 Stunden vor gestellt werden wollen. Nur mein Schreibtischsony musste ich nicht umstellen - da habe ich die Gebrauchsanweisung schon lange verschlampert und im Frühling, als es Sommerzeit wurde, die Uhr einfach auf Winterzeit stehen lassen. Und siehe da: Seit heute geht sie wieder richtig.
Mein eigentliches Problem aber ist nicht dieses mechanische Umstellen der Uhr, sondern die Antwort auf die Frage: Was bedeutet die Umstellung auf die Winterzeit für mich?
“Es ist abends früher dunkel!” sagt BS, aber dafür sei es morgens früher hell. Hmm, ja, schön oder egal oder auch nicht: Aber ich stehe nicht früh auf, wenn es nicht unbedingt sein muss, und wenn ich ins Bett gehe, ist es sowieso dunkel, auch im Sommer und sogar in der Sommerzeit. Was ich eigentlich wissen wollte: Sind meine Lieblingssendungen "Zimmer frei" und "Die Harald Schmidt Show" nun früher oder später, so rein körperzeitmäßig gesehen?
“Ist doch ganz einfach!” sagt BS, was ich aus meiner Sicht für eine glatte Lüge halte. Wenn es einfach wäre, müsste ich doch nicht fragen, und überhaupt: seit wann belügt mich meine Frau? Sie wechselt die Tonart und greift erklärungsmäßig in die Intonationsschublade für Vierjährige, denen man (oder heißt es hier: frau?) mit Engelsgeduld auch immer alle Fragen beantwortet. Also: Du hast heute Morgen die Uhren eine Stunde zurück gestellt, also ist heute Abend Zimmer frei sozusagen eine Stunde später, aber eigentlich fängt es natürlich wie immer um 23 Uhr an!”
Das finde ich gemein, dass es später anfängt, obwohl es zur gleichen Zeit beginnt, aber zur Vorsicht lege ich mich nun erst mal ins Bett: Mittagsschlaf ist ja alles, was nach dem Mittag und vor dem Abend ist - da brauche ich keine Uhr.
Und morgen früh - wenn ich da zu spät komme... kann ich dann sagen, dass es an der Uhren-Umstellung liegt oder habe ich das alles falsch verstanden und die dümmste aller möglichen Ausreden produziert???
Muss ich mal BS fragen...

Aufgelesen von Ulrich um 14:00
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Bild am Sonntag. Drachen über Schloss Pillnitz, eine blaue Elbe mit hohem Wasser, die Bäume am Elbhang in Herbstfarben: So sah es gestern aus. Hochwasser beindruckt die Dresdner und die Elbe übrigens normalerweise nicht: Die Elbwiesen nehmen ‘ne Menge auf, so ist es gedacht. Im August war der Flusspegel allerding rund sechs Meter höher...
Schloss Pillnitz mit Drachen, 26.10.2002. Bild: UVS

Schloss Pillnitz mit Drachen, 26.10.2002. Bild: UVS

Aufgelesen von Ulrich um 12:35
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26.10.02
Wenn zwei sich streiten... Es gibt Städtepartnerschaften und klassische Städte- ...na, sagen wir mal: Aversionen. Bei den gemischten Doppeln Dresden-Leipzig und Köln-Düsseldorf vermelden wir als Chronisten die Ergebnisse einer Untersuchung über Internet-Auftritte von 77 deutschen Großstädten: Leipzig Rang 29, Dresden Rang 40 - also beide nicht gut, aber Leipzig besser. Den Vergleich Köln-Düsseldorf entschied die Landeshauptstadt für sich: Platz 4 im Ranking versus Platz 10 für Köln (also beide gut). Sieger wurde übrigens Bremen vor Hamburg und Stuttgart.
[Meldung vom Informationsdienst Wissenschaft, Untersuchung von Prof. Dr. Edgar Einemann aus dem Studiengang Informatik / Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Bremerhaven, deren Internet-Auftritt sich der Professor mal als nächstes vornehmen sollte...]

Aufgelesen von Ulrich um 14:38
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Steuersong Die größte Erkenntnis im Beitrag der Süddeutschen Zeitung über den Steuersong [runterscrollen!] des Schröder-Imitators Elmar Brand ist die Erklärung des Girlie-Band-Namens vom Originalohrwurm: "Die Melodie gehört einem Lied, das drei Spanierinnen gesungen haben, die sich „Las Ketchup“ nennen, weil ihr Vater, der in ihrem Land ein berühmter Gitarrist ist, El Tomate heißt."

Aufgelesen von Ulrich um 14:32
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25.10.02
Oberbürgermeister will Staatsoperette Dresden schließen! Ich bin kein Operettenfreund, aber was in der "Kulturstadt" Dresden so passiert, muss ja nun wirklich nicht sein. Deswegen aus meiner Mail ein Brief des Intendanten der Staatsoperette - und bitte: unterschreibt!

Auf einer Pressekonferenz im Dresdner Rathaus am 14. Oktober 2002 verkündete Oberbürgermeister Roßberg die Sparpläne der Stadt Dresden, die u.a. die Schließung der Staatsoperette Dresden zum 1. August 2003 vorsehen.
Die Staatsoperette Dresden ist mittlerweile das einzige selbständige Operettentheater im deutschsprachigen Raum mit einer Zuschauerauslastung von 90%. Es gehört damit zu den bestbesuchtesten Theatern Deutschlands. Zum Repertoire gehören Operetten, Musicals, Spielopern, Ballette und Konzerte. Einen internationalen Namen hat sich die Staatsoperette mit deutschsprachigen Erst- und Uraufführungen gemacht. Gastspiele führen das Theater jährlich durch Deutschland, in die Schweiz und Dänemark und erreichen auf diesem Weg Tausende von begeisterten Zuschauern.
Die Schließung der Staatsoperette Dresden würde nicht nur einen groben Einschnitt in die geschichtsträchtige Kulturlandschaft Sachsens bedeuten – es wäre das Ende einer der traditions- und erfolgreichsten Bühnen Deutschlands.

Mit Ihrer Unterschrift helfen Sie uns, die Schließung zu stoppen!
Eine Unterschriftenliste können Sie ab sofort unter unserer
Internetseite abrufen.

Vielen Dank!
Fritz Wendrich
(Intendant)

Aufgelesen von Ulrich um 12:47
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Der Freitags-Tucho. Der schönste Augenblick am Tag ist doch der, wo man morgens unter der Brause hervorkriecht und das Wasser von einem abtropft. Was dann noch kommt, taugt eigentlich nicht mehr viel.
(Peter Panter, Die Weltbühne, 30.12.1930, Nr. 53, S. 999. (c) Rowohlt Verlag


Aufgelesen von Ulrich um 09:58
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Nicht drin. Der Leimener ist schon längst keiner mehr, auch kein Monegasse, sondern ein Münchner. Während sich Deutschlands BB im Fernsehen bei Beckmann tapfer schlägt, formuliert meine Lieblingszeitung im “Streiflicht” das Zitat des Tages:
“...aus Boris Becker ... spricht ... nur noch das Drama des begabten Kindes. ... Die Zelle, in die es nicht muss, ist der Grund, dass es den Tag seiner Verurteilung als Sieg feiert. Dabei hat das Kind, erwachsen geworden, zur Not in engen Besenkammern seinen Mann gestanden.”

Aufgelesen von Ulrich um 09:30
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24.10.02
Good Morning, Sunshine! Der Himmel über Dresden gestern war ein typisch wolkenverhangener Blick westwärts, aus dem Badezimmer heraus. Heute früh der Blick aus der Schlafzimmerluke gen Osten - und siehe da, Udo Jürgens hatte Recht: Denn immer immer wieder geht die Sonne auf!
Der Turm ist übrigens Wahrzeichen der TU Dresden und beherbergt das Observatorium im Beyer-Bau. Da trabe ich nun hin, denn auch Bauingenieure brauchen PR und Öffentlichkeitsarbeit!
Himmel über Dresden, 24.10.2002. Bild: UVS
Beyer Bau am Morgen. Bild: UVS

Aufgelesen von Ulrich um 08:08
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23.10.02
Der Himmel über Dresden. Spätestens seit dem12. August macht man in Dresden keine Wetterwitze mehr - die damals von mir spontan zusammengestellte MP3-CD mit dem Titel “It’s raining, it’s raining...” wirkt aus heutiger Sicht unsensibel. Deswegen heute nur der dokumentarische Blick aus dem Fenster (links) und die im Photoshop aufgehellte Version des gleichen Motivs, bei dem man im unteren Teil die Kirche St. Paulus in Dresden-Plauen erkennt (rechts).
Himmel über Dresden, 23.10.2002. Bild: UVS Himmel über Dresden, aufgehellt von UVS

Himmel über Dresden, 23.10.2002. Bild und Bearbeitung: UVS

Aufgelesen von Ulrich um 19:44
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Gestern im Gasthaus. Die supernette Bedienung fragte, welcher Wein es sein dürfe? Oh, der Côtes du Rhône - aber nicht der da oben, sondern der da unten, aus dem Barrique mit dem unaussprechlichen Namen (wenn man kein Französisch kann - sie konnte, lachte und nannte den Unaussprechlichen).
Die supernette Bedienung kam mit dem Wein, präsentierte die Flasche - wie immer eine Farce: Ich die Brille nicht auf, die Flasche schnell weg. Ja, es war ein Côtes du Rhône.
Die supernette Bedienung entfernt die Kapsel und merkt, dass ich - die Flasche nun im richtigen Abstand - nochmals lese. "Ist was?" - "Ja: Das ist die falsche, nämlich der einfachere Côtes du Rhône." Es fehle, ergänze ich, just der Teil, den ich sowieso nicht aussprechen konnte.
Die supernette Bedienung lächelt und merkt an, dass sie das auch schon bemerkt habe, aber der Chef habe gesagt: Das sei schon die richtige Flasche. "Das glaube ich nicht, dass die richtig ist", erwidere ich und ergänze, dass man Chefs nicht immer glauben solle.
Die supernette Bedienung lacht und meint, sie könne sich nicht vorstellen, dass ihr Chef sie angeflunkert habe. Ich: "Doch, Chefs sind so."
"Das glaube ich nicht," erwiderte die supernette Bedienung und meinte, sie würde jetzt noch mal mit der Flasche zum Chef gehen.
Nach einiger Zeit kam der Chef, mit einer anderen Flasche. Nein, nicht der richtigen - eine dritte Sorte (nicht auf der Karte) kam ins Spiel respektive auf den Tisch.
Im unnachahmlichen Deutsch-mit-französischem-Akzent erklärte er uns, dass erstens alles ein Missverständnis und zweitens die richtige Lieferung nicht gekommen sei und wir drittens nun diese viel bessere zum Preis des einfachen...und so weiter. Ich kann keinem böse sein, der so charmant parliert. Und der Bedienung, die nur (oder, weil die Geschichte ja in Sachsen spielt: sogar) Hochdeutsch redete, war auch fortan supernett, so dass ich ihr auch nicht böse sein wollte.
Mithin: Gestern im Gasthaus war es mal wieder richtig nett.


Aufgelesen von Ulrich um 07:53
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22.10.02
Wohl wahr. Im Archiv von Sprüchen des Konfuzius fand ich diesen:
Meister Zeng sprach:
"An jedem Tag prüfe ich mich selbst dreifach:
- Habe ich mich heute bei den Dingen, die ich für andere erledige, aufrichtig verhalten?
- War ich heute im Umgang mit meinen Freunden vertrauenswürdig?
- Habe ich heute selbst praktiziert, was ich anderen predige?"


Aufgelesen von Ulrich um 09:17
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21.10.02
Dumm gelaufen. Unser LWL (Lieblings-WebLog) macht auf einen nettes Stück Realsatire aufmerksam. Vorsicht: Nicht mit voller Blase lesen - könnte knapp werden ...

Aufgelesen von Ulrich um 12:27
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Und jetzt: Werbung. Allen Leserinnen und Lesern des Newsletters der STIPvisiten ein herzliches Willkommen auf diesen Seiten! Und zur Belohnung gleich ein Hinweis: Der Link zum Beitrag über Ostfriesland funktioniert nicht so richtig - aber dieser hier!

Aufgelesen von Ulrich um 07:45
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20.10.02
Wunderbare Würdigung. "Der Mann ist peinlich bis dorthinaus, aber er hat Deutschlands Ruf in der Welt gerettet. Dabei ist ihm etwas gelungen, was die abendländische Subjekt-Philosophie immer wieder und immer vergeblich gesucht hat: Er ist mit sich identisch. Dieter Bohlen ist Dieter Bohlen. Wer könnte das sonst schon von sich behaupten?" fragt in einem grandiosen Beitrag der Süddeutschen Zeitung Willi Winkler und lässt uns teilhaben an einer wunderbaren Würdigung...

Aufgelesen von Ulrich um 17:35
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Bild am Sonntag. "Well na Greetsiel kummt, sücht al van wieden de twee Windmöhlens, de hör Flögels bi gaude Wind immer noch dreihn." Schrieb auf gut Plattdeutsch Georg Fleßner in dem Buch "Uns Ostfreesland güstern un vandaag - en plattdüütscher Billerbook". Was er damit sagen wollte? Dass man, wenn man sich Greetsiel nähert, schon von weiten die beiden Windmühlen sieht, die sich bei Wind noch drehen. Wir hatten bei unserem Besuch rein windmäßig kein Glück, wie man schon an der Ausrichtung der Kappen sieht...
Zwillingsmühlen Greetsiel, 15.10.2002. Bild Ulrich van Stipriaan

Zwillingsmühlen Greetsiel, 15.10.2002. Bild Ulrich van Stipriaan

Aufgelesen von Ulrich um 13:20
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